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„Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“ (Matthäus 6,25)

Ende August stellte Bundesinnenminister de Maizière die Neufassung des Zivilschutzkonzeptes vor. Darin will die Bundesregierung die Bevölkerung verstärkt dazu animieren, sich für den Katastrophenfall selbst mit ausreichend Lebensmitteln und Getränken zu bevorraten. Detaillierte Hinweise für die Vorratshaltung – zu Mengen und Art der Nahrungsmittel – finden sich auf der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/VorsorgefuerdenKat-fall.html

Diese Empfehlungen – auch wenn sie vereinzelt auf Widerstand stoßen – entsprechen doch ganz unserem Naturell. Sich sorgen und vor allem vorsorgen sind immer wiederkehrende Bestandteile unseres täglichen Lebens. Und doch stehen sie im krassen Gegensatz zu den Worten Jesu aus der Bergpredigt: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet.“

Wie stellt sich Jesus ein Leben vor, in dem man sich keine Sorgen machen braucht? Wie kann ich beruhigt in die Zukunft blicken, ohne Vorsorge zu leisten? Natürlich muss ich mir Gedanken machen, was ich heute Mittag zu essen haben möchte und ob ich noch genug zu trinken im Haus habe. Und auch meine Kleider fliegen mir nicht einfach zu. Was können wir also heute mit diesem weltfremd und realitätsfern scheinenden Aufruf Jesu anfangen? Einer Forderung nach Sorglosigkeit!?

Es geht Jesus nicht darum, dass wir die Hände in den Schoß legen, dass wir aufhören zu arbeiten und tatenlos werden. Vielmehr will er ein Gegenbild zeichnen zu einem Leben, in dem sich Menschen von ihren Sorgen erdrücken und fesseln lassen. Wenn Jesus vom „Sorgen“ redet, dann meint er damit, dass sich Menschen abhängig machen und dadurch unfrei werden. Ein sich stets sorgender Mensch ist in sich gekehrt und kreist um sich selbst, sieht nicht, was um ihn herum geschieht.

Jesu Forderung, sich keine Sorgen zu machen, gründet in dem Vertrauen auf Gott, der wie ein Vater für seine Kinder sorgt und ihnen das zum Leben schenkt, was sie brauchen.
Er sorgt für Essen, Trinken und Kleidung. Gott sorgt dafür, dass die Grundbedürfnisse unseres menschlichen Lebens gestillt werden. Mit dem Beispiel von den Vögeln unter dem Himmel, die sich nicht um Essen und Trinken sorgen, untermauert er dies: Sie säen nicht, damit sie später ernten können. Sie kümmern sich nicht um ihre Nahrung. Und Gott ernährt sie doch und erhält ihr Leben.

Die Art der Sorgen, die wir Menschen uns machen, hat sich über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert. Geblieben ist aber die Tatsache, dass sich Menschen Sorgen machen und Menschen Sorgen haben. Gerade deshalb mahnt uns Jesus mit seinem Aufruf zur Sorglosigkeit, unsere innere Haltung zu überprüfen: Damit wir uns nicht erdrücken lassen von den Sorgen des Alltags und den Lasten unseres Lebens. Er ruft uns auf, die Sorgen, die wir haben, gelassener zu sehen und Vertrauen in Gottes Fürsorge zu haben.

Amen.

Ralf Lehmann, 1. Vorsitzender