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Zwei Mönche zogen in die Stadt, um dort die Produkte ihrer Arbeit zu verkaufen. Am Eingang der Stadt trennten sie sich, um ihre Angelegenheiten zu erledigen. Da wurde der eine von einer reichen Frau verführt und versündigte sich mit ihr. Seinen Bruder ließ er ausrichten, er solle nicht länger warten. Doch der Bruder wollte es nicht glauben. Er betet sieben Jahre lange für seinen Bruder, auf den er am verabredeten Platz wartet, Sommer und Winter, fastend und weinend. Schließlich begegnet ihm sein Mitbruder, in reichen und weltlichen Kleidern. Ergibt sich als sein ehemaliger Begleiter zu erkennen. Doch der Mönch sagt: ‚Du bist es nicht, denn jener war Mönch und du bist ein Mensch dieser Welt.‘ Und der Glaube gibt ihm Recht. Der andere entsagt dem sündigen Treiben und kehrt mit ihm ins Kloster zurück.“

Der Mönch in der Geschichte hält an dem Vertrauen in den positiven Kern des anderen trotz negativer Erfahrungen fest. Sieben Jahre lange wartet er am selben Ort auf seinen Bruder und am Ende gelingt es ihm den anderen zu überzeugen.

Wann hast du zuletzt sieben Jahre lange an den guten Kern eines Menschen geglaubt? Wer kann von sich behaupten, überhaupt sieben Monate, sieben Tage oder sieben Stunden an den guten Kern eines Anderen zu glauben, wenn doch das Gegenteil ihm vor Augen geführt wird? Da ist zum Beispiel ein Jungscharler/Jugendlicher, der immer stört. Er hat nur Blödsinn im Kopf. Wie schnell packen wir ihn gedanklich in eine Schublade, schreiben groß ‚Kasper‘ darauf und verhalten uns in Zukunft ihm Gegenüber entsprechend? Der Kasper ist ab sofort der, der als erstes ermahnt wird und besondere Wertschätzung bekommt er von uns auch nicht.

Der Mönch in der Geschichte verhält sich anders. Er hält an seinem Glauben in den guten Kern des anderen fest. Wie der Mönch, der an seinen Mitbruder weiter geglaubt hat und ihn damit zur Umkehr bewegen konnte, so können auch wir, gestützt durch unseren Glauben, mit dem Vertrauen in den Jungscharler/Jugendlichen vielleicht eine Wendung anstoßen. Indem wir immer mehr sehen als das Offensichtliche. Schließlich ist unser Gegenüber immer auch ein Ebenbild Gottes.

Daniela Blessing, BAK-Mitglied und Leiterin der Skifreizeit für Jugendliche