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Herzensbildung

Kürzlich war ich bei einer Veranstaltung des ejw im Bernhäuser Forst. Die Andacht zum Beginn des Tages hat Frau Dr. Lucie Panzer gehalten. Viele von euch haben sie bestimmt schon im Radio gehört. Jedenfalls hat sie an diesem Tag über „Herzensbildung“ gesprochen. Ein Wort, das bisher nicht in meinem aktiven Wortschatz zu finden war und ein Gedanke, den ich sehr spannend finde!

Was muss ich mir darunter vorstellen? Im Hinterkopf die Anregungen von Frau Dr. Panzer habe ich zunächst mal Google befragt. Mit etwas Erstaunen habe ich dann festgestellt, dass es da tatsächlich einiges dazu gibt. Herzensbildung wird als „Das vergessene Wort“ bezeichnet und es ist ein Wort aus der deutschen Klassik. Es ist zu lesen: „Die Bildung des Herzens ist vielleicht das Menschlichste an uns, das, was uns menschlich sein lässt. Das Prinzip Hoffnung und das Verzeihen, beides ist unmöglich ohne Herzensbildung.“

Was habe ich jetzt aber für mich ganz persönlich darunter zu verstehen? Was zeichnet denn ein „gebildetes“ Herz aus?  Nach einigem Nachdenken habe ich festgestellt, dass Herzensbildung für mich genau das bedeutet, was einen Menschen ausmacht, mit dem ich mich gerne umgebe. Ein Mensch mit Herzensbildung hat Mitgefühl, Verständnis, hört zu, fühlt mit und will andere nicht verletzen oder bloßstellen.

Dass dies keine Selbstverständlichkeiten sind, zeigt uns schon die Bibel, wenn es bei Hesekiel 11,19-20 heißt:

„Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“

Gott will uns ein neues, ein gebildetes Herz geben. Ein Herz, das uns in die Lage versetzt, mit anderen mitzufühlen, empathisch zu sein. Es tut gut zu wissen, dass Gott jedem die Chance gibt, ein guter Mensch zu sein.

Für wen schlägt denn aber nun mein Herz? Natürlich für meine Familie und meine Freunde, aber auch für das Jugendwerk. Hier treffe ich auf sehr viel Herzensbildung. Unsere Arbeit wäre nicht möglich, wenn wir die nicht hätten, wenn wir nicht offen für andere wären und unsere Lebenslust und vor allem unseren Glauben an andere weitergeben würden. Wichtig sind auch die Fragen die wir stellen: „Was können wir für Kinder und Jugendliche anbieten?“ - „Wie können wir anderen unseren Glauben näher bringen?“ - „Wo liegen unsere Schwerpunkte?“ - „Wie können wir andere schützen?“

Antworten finden sich nicht immer schnell, aber indem wir darüber nachdenken, sind wir auf dem besten Weg der Herzensbildung. Denn sie ist etwas, um das wir uns bemühen müssen, sie dauert ein Leben lang.

Herzliche Grüße
Eure Petra Grüner