Monatsandacht Mai

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.
1.Timotheus 4,4

Hast du schon mal Schubladenfasten gemacht? Mir fiel das in diesem Jahr an manchen Stellen ganz schön schwer. Während den sieben Wochen zwischen Fasching und Ostern gab es für mich nichts von dem, was bei uns normalerweise in meiner Lieblingsschublade liegt. Keine Chips, keinen Schokoriegel und nicht einmal eine Salzstange. Alles was kategorisch in unsere Süßigkeitenschublade gehört, war tabu. Auch wenn mich das Fasten manchmal genervt hat, empfehle ich es jedem. Eine spannende Erfahrung, mal selbst zu probieren, sieben Wochen lang auf etwas Alltägliches zu verzichten. Wenn es dann Ostern wird, dann erfährst du, wie befreiend das sein kann. An Ostern erinnern wir uns daran, dass Jesus für uns und unsere Sünden bereits bezahlt hat. Er hat sich geopfert, um unsere Fehler aus der Welt zu schaffen. Und das ist für mich das Größte an unserem Glauben. Wir müssen keine Opfer bringen, damit irgendetwas wieder gerade gebogen wird. Wir müssen nicht auf Dinge verzichten, weil wir uns damit einen Platz im Himmel verdienen könnten. Denn wenn wir uns an Jesus halten, dann sind die wesentlichen Dinge in unserem Leben bereits „gerade“ und wir haben einen Platz im Himmel garantiert.

In dieser Freiheit dürfen wir unser Leben genießen. Wir dürfen all das genießen, was Gott geschaffen hat und uns zur Verfügung stellt. Du darfst die Schokolade und den Kaffee genießen, du darfst herzhaft in einen rotbackigen Apfel beißen und dich über die fettigen Pommes neben dem frittierten Schnitzel freuen. Wie der Monatsspruch sagt: Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Da gibt es nichts, was von Haus aus schlecht ist. Wir dürfen uns an allem seiner Schöpfung bedienen, so lange wir es in Dankbarkeit gegenüber Gott empfangen. Ob uns das alles gut tu, das steht auf einem anderen Blatt.

Vielleicht bekommst du einen neuen Blick auf Dinge, wenn du mal ein paar Wochen darauf verzichtest. Vielleicht freut sich auch dein Köpper, wenn du anstatt Schokolade einen Apfel oder einen Banane zur Hand nimmst. Wie gesagt, ich kann es nur empfehlen, auch wenn es dich nicht in den Himmel bringen wird. Denn da kommst du hin, wenn du dich zu Jesus hältst – egal, ob mit oder ohne Kaffeetasse in der Hand.

Oliver Frank